Gertrud Huber nimmt kritisch Stellung zu Themenbereichen aus der alpenländischen Volksmusik, zum Wesen der Zither und zu Fragen der Pädagogik. Als Dissertantin des wissenschaftlichen PhD-Studiums der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien arbeitet sie an der Dissertation:
"Die Zither in Amerika. Die 'moderne Gebirgszither' in US-amerikanischer Spielpraxis anhand von vier Fallstudien."
Die moderne Gebirgszither hat sich als Instrumententyp erst sehr spät herausgebildet, in ihrer heutigen Form und Spielweise ist sie noch keine zweihundert Jahre alt. Soziale, ethnographische und musikhistorische Aspekte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts formten ein Klima, in dem die bauliche Entwicklung der Schlagzither möglich wurde und in Folge dessen erlebte sie als volksmusikalisches Gegenstück zum bürgerlichen Pianoforte eine Blütezeit.
Die deutschen Immigranten, die als größte Einwanderungsgruppe im 19. Jahrhundert den nordamerikanischen Kontinent besiedelten, prägten auch das gesellschaftliche, geistige und kulturelle Leben der Vereinigten Staaten. So brachten die deutschen Siedler das Saiteninstrument Zither in die neue Heimat, das dort in mehrfacher Hinsicht eine besondere Entwicklung genommen hat.
Die Dissertation soll mit der Zither als besonders "deutschem" bzw. "alpenländischem" Musikinstrument einen Gegenstand zur Identitätsbildung und Gedächtnisspeicherung von Migranten und deren Nachfolgegenerationen beleuchten. Dabei werden die Aspekte Assimilation und sich wandelnde politische Ausrichtungen zu Deutschland besondere Berücksichtigung finden.
Über die Zither liegen kaum aktuelle Forschungsarbeiten vor. Die meisten Publikationen beschränken sich auf sog. wissenschaftlichen Dilettantismus. Neben älteren Werken, die sich überwiegend mit Form und Besaitung beschäftigen, gibt es zwar inzwischen einige wenige neuere Arbeiten, die jedoch vornehmlich die Zitherzentren Wien und München beleuchten.
Aufgrund des eingeschränkten Forschungsstandes wird sich die Dissertation zur Beantwortung der Hauptfrage weitgehend auf ethnomusikologischen Methoden und Disziplinen, wie audio-visuell aufgenommene Feldforschung, Transkription und Analyse stützen. Die amerikanische Zithermusik soll gesammelt, dokumentiert und ihr Bezug zum heutigen Leben und Brauchtum dargestellt werden. Anhand von Fallbeispielen aus unterschiedlichen Bereichen der Zitherwelt wird nicht nur der musikalische, sondern ebenso der sozio-kulturelle Kontext dokumentarisch und explorativ erforscht, um die Zither im Fokus von kulturellem Gedächtnis und kollektiver Erinnerungskultur zu porträtieren.
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"25 Jahre Seggauer Volksmusikseminare - ein Vierteljahrhundert Vermittlung regionaler Musikkultur im südsteirischen Weinland" - Diplomarbeit |
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"Vom Scheitholt zur Psalterzither - (Um-)wege eines Instruments" - Ausstellung zum Festival "Zither 1" |
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"George Freundorfer - a Dance and Entertainment Zither Musician" - Referat und Artikel in "Saitenspiel" und "ZNUSA" |
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"Wiederkehr des Immergleichen?" - Festvortrag 30 Jahre Volksmusikseminare Seggau |
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"How do you do it" - Vortrag beim Akkordeonforum Trossingen |
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"Zitherspiel in Wien. 1800 - 1850" - Rezension zur Dissertation von Dr. Joan Marie Bloderer |
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Rezension zur Magisterarbeit von Mag. art. Alexander Mayer "Nikolaus Weigel - Die Neue theoretisch praktische Zither-Schule (1857), Bausteine zu Werk und Leben" |
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"Die Grabstätte von Richard Grünwald in Klosterneuburg/Österreich" – Dokumentation 2011 |